Friedrich Beck
17.03.2016

Zugig war gestern: Fenster und Türen richtig abdichten

Ratgeber

Experten zufolge verursacht Zugluft, die durch undichte Fenster und Türen ins Haus eindringt, je nach Spaltbreite einen Mehraufwand an Heizenergie von bis zu 20 Prozent. Indem Sie die Schwachstellen in Ihren vier Wänden aufspüren und gekonnt Abhilfe schaffen, können Sie demnach jede Menge Heizkosten einsparen. Welche Möglichkeiten es gibt, Fenster und Türen abzudichten, welche Arbeiten Sie ohne weiteres selbst erledigen können und in welchen Fällen es sich lohnt, einen Fachbetrieb zu beauftragen, erfahren Sie jetzt.

 

Ursachen und Auswirkungen von undichten Fenstern und Türen

Mit dem Wechsel der Jahreszeiten unterliegen Fenster und Türen verschiedensten Witterungseinflüssen. Gerade Kunststofffenster und Türen werden durch die Temperaturschwankungen stark beeinflusst.

Während sich die Profile bei Hitze ausdehnen, ziehen sie sich bei Kälte zusammen. Holzrahmen hingegen sind gegenüber Feuchtigkeit sehr anfällig. Infolge des permanenten Durchnässens und Wiederaustrocknens können sie sich verziehen, was im Extremfall dazu führt, dass sich Fenster oder Türen nicht mehr ordentlich schließen lassen.

Auf jeden Fall bleibt ein Spalt, durch den ungehindert Luft von außen eindringen und Wärme entweichen kann.

Auch infolge starker mechanischer Belastung, beispielsweise durch häufiges und heftiges Öffnen und Schließen oder aufgrund defekter Schließmechanismen können Türen und Fenster undicht werden.

Neben der Entstehung von gesundheitsschädlicher Zugluft können undichte Fenster und Türen weitere unangenehme Konsequenzen haben, wie:
Fensterabdichtung in Hamburg

  Die Heizkosten steigen.

  Lärmbelästigung von außen, weil ein wichtiger Teil des Schallschutzes fehlt.

  Es kann sich Kondenswasser bilden.

→  Regenwasser kann vom Wind durch den Spalt gedrückt werden und in die Wohnräume eindringen.

 

Fachgerechte Analyse und Beratung

Bevor Sie beginnen, sich über die Art und Weise des Abdichtens Gedanken zu machen, sollten Sie ermitteln, wo sich die undichten Stellen genau befinden. Hierfür bieten sich zwei Möglichkeiten an:

⇒ Fahren Sie an den Innenseiten Ihrer Fenster- und Türrahmen langsam mit einer brennenden Kerze oder mit einen Feuerzeug entlang. An den Stellen, an denen die Flamme flackert, besteht Zugluft.

⇒ Klemmen Sie ein Blatt Papier an die Stelle Ihres Fensters oder Tür ein, an der Sie einen zugigen Spalt vermuten. Falls sich das Papier bei geschlossenem Rahmen samt Verriegelung herausziehen lässt, ist Ihr Verdacht bestätigt.

Etwas kniffeliger wird es, wenn ein defekter Schließ- oder Kippmechanismus für das schlecht schließende Fenster verantwortlich ist. In derartig gelagerten Fällen sollten Sie besser einen Fachmann zurate ziehen.

Dabei muss es sich nicht unbedingt um den Spezialisten einer autorisierten Fensterbaufirma handeln. Auch besonders geschulte Hausmeister und Schlüsseldienste übernehmen häufig die Beratung einschließlich fachgerechter Reparatur und Montage. Manchmal genügt es schon, die Mechanik neu zu justieren, sodass der Spalt zwischen Rahmen und Flügel ohne großen Montageaufwand verschwindet.

 

Holzfenster und Holztüren richtig abdichten

Erst seit Ende der 1970er Jahre werden Fenster und Türen standardmäßig mit Dichtungen ausgerüstet.

Möglicherweise verfügt Ihre Wohnung oder Ihr Eigenheim noch über eine alte Holztür, die Sie aus ästhetischen oder anderen Gründen nie ausgetauscht haben, durch die jedoch im Winter der Wind regelrecht pfeift.

Hamburg Schlüsseldienst Türabdichtung

Frei nach dem Motto unseres Beitrags: „Zugig war gestern: Fenster und Türen richtig abdichten“ lässt sich das Problem mithilfe einer sogenannten Einfräsdichtung professionell lösen.

Dazu fräst der Fachmann Nuten in die betroffenen Fenster oder Türen, in die er anschließend eine Profildichtung aus hochwertigem Silikon einklebt.

Diese Profile sind dauerelastisch und haben bei hoher Druckverformung ein sehr gutes Rückstellvermögen.

Mit nur einer Dichtungsstärke lassen sich sehr unterschiedliche Spaltabstände zwischen Rahmen und Flügel überbrücken, sodass selbst stark verzogene Holzfenster und Türen wieder dicht schließen. Zu günstigen Preisen können wir die Abdichtungen für Sie anbringen. So können Sie sicher sein, dass Ihre Fenster und Türen ordnungsgemäß abgedichtet sind.

 

Abdichten von Fenstern und Türen aus Kunststoff

Zum Abdichten von Kunststofftüren und Fenstern bietet der Handel eine große Bandbreite selbstklebender Dichtstreifen an, die alle die Aufgabe haben, Tür- und Fensterspalte zu schließen.

Sie haben die Wahl zwischen Dichtungsbändern aus Schaumstoff und Gummiprofilen in unterschiedlichen Formen und Stärken, sodass sich Spaltbreiten zwischen einem und fünf Millimeter problemlos überbrücken lassen.

Alle im Handel erhältlichen Gummidichtprofile, die speziell für das Abdichten von Fenstern und Türen konzipiert sind, weisen eine geprüfte Beständigkeit bezüglich extremer Temperaturen, Ozonbelastung, UV-Strahlung und anderen Witterungseinflüssen auf. Darüber hinaus sind sie alterungsbeständig und somit lange haltbar.

Kostengünstigere Schaumstoffdichtungen eignen sich für kleine und mittlere Spalten. Weil sie besonders weich und elastisch sind, passen sich selbstklebende Dichtungen aus Schaumstoff auch unterschiedlichen Spaltmaßen an, wobei ihre Haltbarkeit lediglich rund fünf Jahre beträgt.

Für undichte Türen, bei denen die Zugluft nachweislich an der Türunterkante eindringt, gibt es spezielle Dichtschienen, die unten an der Tür angebracht werden. Je nach Aufbau eigenen sie sich entweder für glatte, textile oder unebene Böden.

 


 

Korrektes Anbringen der Dichtungen und Zugluft Stopper

Sofern Sie auf Nummer sicher gehen möchten und sich fachmännische Arbeit mit Garantieansprüchen wünschen, sollten Sie Fenster- und Türdichtungen vom einem Profi, wie etwa dem Hausmeister Ihres Vertrauens, einem kompetenten Kollegen vom Schlüsseldienst Hamburg oder dem Mitarbeiter einer Fensterbaufirma anbringen lassen.

Mit etwas handwerklichem Geschick und der notwendigen Sorgfalt können sie es jedoch auch selbst versuchen.

 

Hier unsere Tipps:

  • Vor der Montage einer Dichtung reinigen Sie die Klebeflächen bitte gründlich mit einem fettlösenden Reinigungsmittel.
  • Danach lassen Sie die Stellen sorgfältig trocknen.
  • Lesen Sie stets die beigefügte Montageanleitung des Dichtungsherstellers und verarbeiten Sie das Produkt genau nach Anweisung.
  • Kleben Sie Dichtungsbänder immer so, dass die Ecken passgenau aneinanderstoßen. Durch eine etwaige Ritze könnte ansonsten wieder Zugluft dringen.

 


 

Wartung und Pflege von Fenster- und Türdichtungen

Hamburg SchlüsseldienstWährend Dichtungen aus Schaumstoff kaum Pflege bedürfen, dafür jedoch alle vier bis fünf Jahre ausgetauscht werden sollten, sind die langlebigen Profildichtungen nicht nur etwas teurer, sondern auch pflegeintensiver.

Damit Sie ihre Gebrauchseigenschaften lange erhalten, sollten Sie ihre Profildichtungen einmal pro Jahr mit Grafit oder einem anderen handelsüblichen Spezialmittel abreiben.

Damit vermeiden Sie, dass das Dichtungsmaterial porös und damit luftdurchlässig wird.

Unabhängig von zusätzlichen Maßnahmen zur Abdichtung, sollten Sie Ihre Türen und Fenster zumindest einmal jährlich, am besten vor Beginn der Heizperiode auf Zugluft hin überprüfen und richtig einstellen.

Dazu gehört das Ölen der Beschläge ebenso, wie das Justieren.

→ Falls Sie diese Arbeiten noch nie gemacht haben und unsicher sind, sollten Sie sich die notwendigen Schritte von einem Fachmann zeigen lassen.



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